Gedichte
Die Kopierrechte für alle Gedichte liegen bei der Autorin, Germaine Wittemann.
Sehnsucht
Ich öffne meine Augen
ein Flügelschlag
engelsgleich
ein Hauch geht übers Meer
zu dir
fühlst du den zarten Wind auf deinen Wangen?
er ist von mir
erzählt auf seine Weise
von meiner Sehnsucht
geschickt auf eine weite Reise
und wandelt sich zu einem Kuss
streift warm nun über deine Lippen
deinen Hals
und stirbt auf deinen Lidern
weil jeder Wind verwehen muss
doch morgen schon
öffne ich meine Augen wieder
(Germaine Wittemann)
Sommer
Und wieder lacht die Sonne
Und kitzelt das Gemüt
Sie zaubert uns ein Lachen
Sieh wie die Seel erblüht!
Und fröhlich schreiten wir hinaus
In herrlich Sonnenschein
Und tanken einen Sommerrausch
Der wirkt, auch ohne Wein
Die Sonne hat auch ihre Tücken
So mancher holt sich einen Brand
Und jammert dann halt hinterher
Weit weg vom schönen Strand.
Liebesmüh
Die Sonne im Rücken
Suche ich dich
Fallend, zwischen Schatten
Ungreifbar für mich
Liebe in den Weiten
Raum der Seelen
Liebe ich zart
Du wirst mir fehlen
Unnahbar, unerkannt
Rätselraten
Schaust du mich an
Lässt mich warten
Schwebendes Du
Liebt, hat Gefühle?
Auf meiner Seite
Seelengewühle
Wende mich ab
Versuche zu lassen
Von der Liebe
Kann deine nicht fassen
Was bleibt sind Tränen
Die Welt im Schmerz
Versuch mich zu lösen
Zu retten mein Herz
Ich bin im Sein
Mal stark, mal zart
oft weich, dann hart
und oft ganz klein
Und suche nach dem Hier und Jetzt
Und warte auf ein langes Schweigen
Im Herzen singt der Todesreigen
Ich bin entsetzt
Ich frage stets nach eurer Qual
Hör euer Flüstern laut und stark
Die Seele die im Argen lag
Und weiß, ich habe keine Wahl
Bin da für dich und auch für dich
Und lasse dort mein Blut
Wo es gebraucht, erlösche Glut
Und schmelze weg nur mich
Und keiner fragt
Und keiner sieht
Wie langsam meine Seele flieht
Und was an mir so nagt
Ich bin der Stern
Der stetig wacht
Über die vergessne Nacht
Und doch so fern
Und träum mich leise
weg in ferne Lande
seh all die Seelen nur am Rande
Und bleibe dort auf meine Weise
Der Wind spielt durch dein Haar,
während du schläfst
fange ich Sonnenstrahlen
niemals müde werdend
denn sie sind für dich
Während du schläfst
spielt noch immer der Wind in deinen Haaren
streicht leicht über deine Wangen
und gleitet hinweg
als hätte es ihn nie gegeben
und doch
hat er dich berührt.
Wie gerne würde ich dich küssen,
doch bin ich bedacht ,
dich nicht zu wecken.
Lege mich neben dich ins warme Gras
und schaue den Wolken zu
die vorüber ziehen.
Wenn du wach bist,
darf auch ich dich berühren.
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Zypressen im Morgenwind,
komm lausche der Natur
und schau die kleinen Lämmer
weit hinten auf der Flur
Erwachen der Sonne im Morgentau
sieh doch das satte Grün
der Wiesen und der Felder
den roten Klatschmohn glühn
Heitere Besinnlichkeit
die Zeit wird schnell vergehen
drum nimm das Leichte mit im Leben
das Schwere lass hier stehen.
Sieh all die schönen Dinge
sei dafür niemals blind
verbrenne allen Kummer
sei fröhlich wie ein Kind
Und teile deine Freude
genauso wie dein Leid
so wirst du bald erfahren
die Macht der Seligkeit
Doch nur die Kraft der Liebe
hilft dir in schlimmster Pein
heilt alle deine Wunden
macht deine Seele rein.
So öffne schnell dein Herz
für alle Ewigkeit
den Menschen die dich lieben
Sie mindern all dein Leid.
Weihnachtstraum
Himmelstore öffnen sich,
sanft tanzen nun die Flocken.
Die kleinen Engel backen schon,
und gute Düfte locken.
Dies ist die schönste Zeit im Jahr.
Hört ihr die Kinder lachen,
die fröhlich dort die Schlitten ziehn,
und Schneeballschlachten machen?
Mein Stübchen ist so kuschelig warm,
hier sitz und les ich gerne,
und trinke einen heißen Tee,
und seh die Glitzersterne.
Oh Weihnacht, nicht mehr lange,
dann strahlt dein Lichterkranz
Und all die Groß-und Kleinen,
genießen deinen Glanz.
Wenn endlich dann der Baum geschmückt,
und prahlt im Lichterschein,
genießen wir ein gutes Mahl
und auch ein Schlückchen Wein.
Die Seele dieser Weihnacht,
erfasst mich ganz und gar,
erfüllt mein Herz mit Sehnsucht.
nach all der Engelschar.
Wenn Muttern einst erzählte,
von dieser heilgen Nacht,
wo all der schöne Zauber
zum Leben stets erwacht.
So hörten wir von Jesus,
Maria und der Not
und dankten Gott dem Herrn
für unser reichlich Brot.
Hommage
Die Maden mag ich gar nicht haben,
die sich an unsren Körpern laben,
Doch wer nun mal im Sarge liegt,
die kleinen Viecher ganz schnell kriegt.
Sie kommen da so angekrochen
und fressen dich bis auf die Knochen.
Zu guter Letzt bleibt durch die Sippe,
nur noch Gebein, sprich das Gerippe.
Der Tod ereilt uns leider alle,
mich, dich und auch den lieben Kalle.
Man muss auch aus dem Leben scheiden,
kann man die Maden gar nicht leiden.
So bleibt als Trost nur dieses hier,
die Würmer mögen gar kein Bier.
Drum bleib ich dem Getränk stets treu,
weil Maden hassen dies Gebräu.
Und wenn ich tot, so hoffe ich
ich stink danach noch ewiglich.
Der Albtraum
Es machten drei Kater,
in der Nacht mich wach,
mit einem wahrhaft lauten Krach.
Sie miauten und schrien um die Wette
und wollten zu Lucy in meinem Bette.
Die Katzendame störte das kaum
sie schlief einfach weiter, im warmen Raum.
Die Kater wollten sich leider nicht trollen,
ich hörte sie noch sehr lange grollen.
So war ich um meinen Schlaf gebracht,
in jener besagten Albtraumnacht.
Der Obdachlose
Er liegt auf der Bank und bewegt sich nicht
das Lachen der Kinder die Stille durchbricht.
Die Menschen kommen, die Menschen gehn,
doch keiner hat ihn da liegen gesehn.
So vergeht Tag für Tag und er liegt noch dort,
an diesem lichtdurchfluteten Ort.
Die Menschen kommen, die Menschen gehn,
doch keiner hat ihn da liegen gesehn.
Nur sein Geruch, der alles durchdrang
und nicht vom Leben, nur vom Tode sang,
ließ plötzlich die Blinden sehen
und die Tragödie verstehen.
Schöne Aussicht
Ich saß auf einem Maulbeerbaum,
der aussah wie in meinem Traum.
Von oben sah ich Kunigunde,
die badete im kühlen Grunde.
Wie liebt ich ihre schönen Brüste,
sie weckten in mir solch Gelüste.
So starrte ich in wilder Gier
und wollt sie nehmen wie ein Tier.
Doch plötzlich barst ein Ast,
ob meiner schweren Last.
Ich fiel, ich schrie und stürzte jäh,
in ein Beet aus Sommerklee.
Ich schlug die Augen auf und sah,
dass ich in meinem Bette war
Wut
zerbrochener Spiegel
zurückgeworfenes Licht
aus tausend Stücken
erleuchten das Dunkel
in Ecken die uns längst
verborgen schienen
und streuen Gedanken
auf Häupter des Leichtsinns
vor deinen Füßen
liegt meine Wut
tausendfach
in jedem Splitter mein Gesicht
kehre ich mich zusammen
um dich zu vergessen
Vergänglichkeit
Gefühle imWandel
Wandel der Zeit
Zeit in allen Dingen
Dinge wie Zärtlichkeit
Verloren im damals
Unmerklich stumm
Bleibt nur ein Gefühl
Der Leere
Für Sie
Lachende Augen
Sprechender Mund
Sanfte Töne deiner Stimme
Nur für Sie
Ich nehme es auf und male mir aus
Sie zu sein
Mir zugewandt verliert sich das
Lachen
Die sanften Töne
Sind verklungen
Und mit ihnen die Welt
In rosarot
Hauptsache Liebe
Grob gemahlen
Jahrbuch der Liebe
Zieht sich durch die Seiten
Ewig gekörnt
Kleine Steine Tag für Tag
Diamanten ohne Schliff
Hauptsache Liebe sagst du
Und streichst die letzten
Brösel deines Brötchens
Aus dem Dezember
Damals
Das Jetzt im Damals vergessen
Treiben in der Vergangenheit
Träumerische Schwärmerei
Von einer bessren Zeit
Vergessen sind die Toten
Die niemals wiederkehrn
Das Trommeln in den Ohren
Noch Brandgeschmack im Mund
Das Hier und Jetzt verteufeln
Sandweg
Ich stolpere über Steine
Die du legst
Immer wieder
Zum Abtragen zu schwer
Suche ich meinen Weg
Harte Arbeit zu Fuß
Doch wisse
Wenn ich falle
Nehme ich den Sandweg
An der Kreuzung
Aussicht
Aufgegeben
Gewandert Tag und Nacht
Ziellos
Ohne Ende
Noch nicht in Aussicht was gesucht
Hoffnung auf das Kommen
Angst vor dem Nichts
Alter
Graues Haar
---- silberne Fäden----
Furchen der Haut
---- Lachfältchen----
Zitternde Beine
----den Rhythmus im Blut----
Schlechte Augen
----wir kennen uns schon----
Nur für die Ohren eine Hilfe
Denn wir haben uns noch viel zu sagen
Intrigen
Schwarze Gesellen
Ergreifen das Land
Schwärmen aus
Fliegen gleich
Kriechen in Ohren
Bohren in Hirne
Schicksalsbestimmend
Torheit der Menschen
Fliegenklatschen nutzen nichts
Nur taube Ohren
Frühlingszeit
Herein, herein du Frühlingszeit
du Lachen der Natur.
Vertreibst beherzt die Kälte und bringst uns Freude pur.
Vergessen ist der Winter in seinem weißen Kleid.
Viel schöner sind die Farben, sie bringen Fröhlichkeit.
Schon hört man in den Gassen die Kinder ringsumher.
Man hört sie glücklich lachen und freut sich mit so sehr.
Die Stille ist vergessen, so manches Tier erwacht.
Am Tag da singt die Amsel, die Nachtigall bei Nacht.
Auf leisen, sanften Schwingen, einen Raunen sich erhebt,
wenn endlich nach so langer Zeit, die Welt sich neu belebt.
So freut auch euch den Sommer, der noch mehr Wärme bringt
Und uns ein Lied von Freude und auch vom Leben singt.
Unendlichkeit
:
Durch die goldnen Zweige, seh ich in die Nacht,
:
seh die tiefe Schwärze, hat mir Glück gebracht.
Nachts nur ist die Liebe wach, Finsternis ringsum.
:
Liebe schwingt dann wie Musik, doch die Nacht bleibt stumm.
.
Sehnen meines Herzens, schreit durchs schwarze Dicht.
Starke Mächte sind vereint, bringen uns ein Licht.
Licht das nur die Seelen nährt und uns gibt den Halt.
Liebe dunkler Mächte wehrt, tief im finstren Wald.
Wir sind uns nah, vereinte Welten,
schon tropft mein Blut so rot in Schnee, ein Herz so schön wie selten.
:
Ich fühle meine Sinne, sie schwinden leise sacht,
ich fühle deine Nähe, dein Geist der bei mir wacht.
Ich bin geweiht den Mächten, der dunklen Finsternis.
Dein Werk ist nun vollendet, der heiße Liebesbiss.
Die Zweige sich verneigen, bezeugen den Respekt,
vor dieser tiefen Liebe, die all den Zauber weckt.
Du trägst hinweg mich in dein Reich, im irgendwo der Zeit,
das Reich der Liebe, größten Macht...in die Unendlichkeit
(Copyrights Germaine Wittemann)
Liebeskummer (Senryû)<
Über Ufern schwebt
sanft ihr Liebesglück hinweg
lässt zurück nur grau
Verloren im Mond
alleine Honig trinkend
Tränen im Lichte
Erhebt sich ein Schrei
geboren aus ihrem Fleisch
und stirbt in der Nacht
Haiku
Im Licht des Tages
fallende Blätter im Wind
Liebestaumelei